Der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Davon gelten vier Monate als vollstreckt. Das Landgericht München I sprach ihn der Vorteilsnahme schuldig, Hintergrund sind Parteispenden eines Bauträgers im Kommunalwahlkampf 2014. Wolbergs hatte von ihm Spenden für sich und seine frühere Partei, die SPD, angenommen. Fast eine halbe Million Euro sind geflossen. Dafür wurden der Bauunternehmer und Wolbergs bereits verurteilt, Wolbergs blieb aber straffrei. Dieses Urteil kassierte der Bundesgerichtshof als zu milde. Bei der Neuauflage des Prozesses in München wurde heute eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verhängt, vier Monate U-Haft werden Wolbergs angerechnet. Sein Anwalt will Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.
charivari/AH
Haftstrafe für Ex-OB Joachim Wolbergs – Anwalt will Rechtsmittel einlegen