Aufnahme-Stopp an Kliniken Calw nach Corona-Ausbruch

Nach einem Corona-Ausbruch nehmen die Kliniken Calw vorerst keine Patienten mehr stationär auf. Lediglich die ambulante Notfall- und Erstversorgung vor Ort bleibt bestehen, wie der Klinikverbund Südwest am Sonntagabend mitteilte. Damit reagieren die Verantwortlichen darauf, dass 53 Mitarbeiter und zehn Patienten positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Mitarbeiter am Standort Calw, die am Freitag oder Samstag im Dienst waren, werden demnach in eine sogenannte Pendlerquarantäne versetzt. Sie dürfen sich nur noch zu Hause oder bei einem negativen Testergebnis an ihrem Arbeitsplatz aufhalten. Auch Patienten, die in den Kliniken sind oder Stand Freitag waren, unterliegen demnach einer neuen Allgemeinverfügung, die die Stadt in Baden-Württemberg erlassen hat. Die Maßnahmen sollen eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern.

Zusätzlich zu regelmäßig stattfindenden Tests würden nun alle Mitarbeiter und Patienten des Standortes Calw getestet, hieß es. Positive Proben würden zudem derzeit im Landesgesundheitsamt in Stuttgart auf Mutationen untersucht. Der Betrieb der Klinik am Standort Calw soll bis zum Vorliegen der Ergebnisse einer zweiten Testreihe im Laufe der Woche eingeschränkt bleiben. «Elektive, planbare Eingriffe, ambulante Termine sowie Sprechstunden werden, sofern medizinisch vertretbar, zunächst verschoben», hieß es in einer Mitteilung.

Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, sollen auf die anderen Standorte des Klinikverbunds verteilt werden. Auch der Betrieb der Notfallpraxis an den Kliniken Calw werde vorerst ausgesetzt. Die Kliniken Calw haben nach eigenen Angaben rund 600 Mitarbeiter und 191 Betten. Derzeit befinden sich demnach 69 Patienten in der stationären Behandlung. Die weiteren Standorte des Klinikverbunds sind in Nagold, Herrenberg, Leonberg, Böblingen und Sindelfingen.