charivari und gong fm warnen zukünftig ihre Hörer vollautomatisch und rund um die Uhr vor Gefahren- und Katastrophensituationen.

„Amtliche Gefahrendurchsage für die Oberpfalz und Niederbayern!“ – So wird am 8. Dezember, dem bundesweiten Warntag, auf charivari und gong fm das Programm unterbrochen – an diesem Tag „nur“ für eine Probewarnung.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erprobt am kommenden Donnerstag das zentrale Modulare Warnsystem (MoWaS) und alle daran angeschlossene Warnmultiplikatoren. charivari und gong fm sind seit Mitte 2022 an dieses System angeschlossen und können zukünftig ihre Hörer zu jeder Zeit innerhalb weniger Sekunden vor Katastrophen und Notfallsituationen warnen. Möglich macht das eine technische Entwicklung im Funkhaus Regensburg, die im Rahmen des Warntages erstmals getestet wird.
Am 8. Dezember um kurz nach 11:00 Uhr wird das BBK eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren versenden. Warnmultiplikatoren sind z.B. Mobilfunkbetreiber, Landkreise und Städte, Medien, öffentliche Anzeigetafeln und die Rettungsdienste. Seit sechs Monaten sind auch die beiden Sender charivari und gong fm an das MoWaS angeschlossen und werden vom BBK direkt mit solchen Warnmeldungen versorgt.

„Wenn alles klappt, werden wir bereits kurz nach der Bereitstellung der Probewarnung auf beiden Sendern die Programme unterbrechen und eine vollautomatisch erstellte Warnmeldung auf allen Verbreitungswegen, also nicht nur UKW, sondern auch DAB+, Web-Stream, App, Alexa und Radioplayer ausstrahlen“, erklärt Harald Hoffend. Er ist als Technischer Leiter mit seinem Team für die Entwicklung dieser bundesweit einmaligen Software-Lösung verantwortlich. Martin Schelauske, Geschäftsführer der beiden Sender charivari und gong fm ergänzt: „In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist so in den letzten sechs Monaten ein System entstanden, das uns in die Lage versetzt, zu jeder Tages- und Nachtzeit innerhalb weniger Sekunden die Hörer von charivari und gong fm in einem Katastrophenfall schnell und zuverlässig zu warnen.“

Zwei Anforderungen an Warnmultiplikatoren waren dabei sehr herausfordernd: Zum einen müssen Warnmeldungen der höchsten Priorität innerhalb einer Minute nach Zustellung ausgestrahlt werden und zum anderen muss gewährleistet werden, dass die Ausstrahlung rund um die Uhr erfolgt. Beide Voraussetzungen konnten im Funkhaus Regensburg mit der Entwicklung der Software EmWaS (Emergency Warning System) verwirklicht werden. Die Software nutzt zur Umsetzung der Textmeldungen in Sprache sogenannte Text-to-Speech-Systeme (TTS). Zur Verbesserung der Aussprache und Sprachverständlichkeit wurden 700 Warnmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet analysiert, um die Warnmeldungen entsprechend aufbereiten zu können.

Das Funkhaus Regensburg hat bereits vor drei Jahren begonnen, TTS- und andere Machine Learning-Systeme und sogenannte Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI) zur Optimierung der beiden Sender charivari und gong fm zu entwickeln. So werden bereits seit mehreren Jahren die Hörer beider Sender nachts und am Wochende vollautomatisch vor Geisterfahrern gewarnt. „Auch bei den Verkehrsmeldungen in der Nacht setzen wir diese Technologie ein und können so unsere Hörer auch zu diesen Zeiten mit topaktuellen Verkehrsmeldungen aus unserer Region versorgen“, betont Schelauske.

Sirenen, die heulen und auf Deinem Handy ploppt eine Warnmeldung auf: Deutschland trainiert heute für den Katastrophenfall. 

Unser Technik-Experte Harald erklärt Dir genauer, was es damit auf sich hat. 

Harald, an diesem Donnerstag (08.12.) findet der bundesweite Warntag statt. Warum wird dieser Warntag durchgeführt?

Und was passiert dann genau? 

Was passiert nach der Ausstrahlung der Warnmeldung? 

 

Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie gerne:

Harald Hoffend (Leitung Technik) - 0941/50 20 7-160