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“Who’s in Town?” – Die Spionage-App

Harry Potter hatte eine Zauberkarte, die ihm zeigte, wo andere gerade in Echtzeit herumlaufen. Aus Phantasie ist jetzt Realität geworden – mit der fragwürdigen App „Who’s In Town“! Nach dem Start in den USA gibt es sie jetzt seit neuestem auch bei uns in Deutschland.

Die Idee hinter der App: wer sie auf dem Handy installiert, sieht ALLE Insta-Freunde auf einer Landkarte – wie bei Google Maps.

Leute finden wie bei Harry Potter

So weiß man ab sofort immer, wo sich auch Stars wie Ariana Grande oder Justin Bieber gerade aufhalten.

Der Trick: die App sammelt einfach nur Daten, die viele von uns freiwillig mit jeder neuen Insta-Story hochladen – wie Uhrzeit oder den genauen Standort unseres Mobiltelefons.

So seht ihr dann auf einer interaktiven Weltkarte, wer sich gerade wo mit seinem Handy aufhält. Da steht dann zum Beispiel: „Julia war vor 5 Minuten auf dem Münchner Marienplatz.“ Das geht sogar so weit, dass man sich ganze Bewegungsprofile anzeigen lassen.

„Who’s in Town“ ist nicht als „Stalking-App“ gedacht, so die Entwickler: vielmehr wollten sie uns beweisen, wie erschreckend leichtsinnig wir mittlerweile mit unseren privaten Daten umgehen.

Interessant, aber nicht ganz günstig

Aber aus der Datenschützer-Idee ist auch ein Geschäft geworden: denn wer mit der App sehen will, wo sich die Insta-Freunde aufhalten, muss ein Abo abschließen – für Minimum 70 Euro pro Jahr.

Und die ersten, die es in Deutschland ausprobieren freuen sich: „Die App funktioniert super. Sofort wurden mir die Standorte meiner Instagram-Kontakte angezeigt!“.

Wer sich vor so viel Beobachtung schützen will, kann das ganz einfach tun: einfach beim Posten keine Standorte mehr automatisch teilen – und den eigenen Account auf „Privat“ stellen – und schon hat die „Spitzel-App“ keine Chance mehr anderen zu verraten, wo ihr Euch gerade aufhaltet.