Um Kinder und Jugendliche hier in Ostbayern orthopädisch noch besser zu versorgen, arbeiten die Regensburger Hedwigsklinik und das Asklepios Klinikum Bad Abbach jetzt eng zusammen. Durch ein neues, gemeinsames Muskoloskelettales Kinderzentrum soll ein hoch-spezialisiertes, breit-aufgestelltes, kinder-orthopädisches Versorgungsnetz entstehen. Für Familien bedeutet das konkret: An beiden Standorten gibt es Sprechstunden – bei einem Erst-Termin wird dann entschieden, ob die Kinder in Regensburg oder in Bad Abbach behandelt werden.
Das Bild zeigt: Gemeinsam auf Kurs: (v. r.) Prof. Dr. Dr. Maximilian Stehr
(Klinik St. Hedwig), PD Dr. Oliver Loose (Muskuloskelettales Kinderzentrum) und Prof. Dr.
Tobias Renkawitz (Universitätsorthopädie Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach) setzen die Segel für eine starke gemeinsame kinderorthopädische Versorgung in Ostbayern
Die orginal-Pressemitteilung zum Thema:
ZWEI HÄUSER, EIN ZIEL
Regensburger Hedwigsklinik und Universitätsorthopädie am
Asklepios Klinikum Bad Abbach stärken Kinderorthopädie in
Ostbayern
Mit der Gründung des Muskuloskelettalen Kinderzentrums Regensburg wollen das
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg – KUNO Klinik St. Hedwig und die
Klinik für Orthopädie der Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach
die orthopädische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Ostbayern
entscheidend voranbringen. Für die Leitung des neuen, standortübergreifenden
kinderorthopädischen Leuchtturmprojekts konnte der erfahrene Kinderorthopäde PD
Dr. Oliver Loose vom renommierten Olgahospital Stuttgart gewonnen werden.
Regensburg, 08.10.2026 – Ob eine Hüftreifungsstörung beim Neugeborenen, eine
angeborene Fußfehlstellung oder eine sich in der Pubertät entwickelnde
Wirbelsäulenverkrümmung: Gerade bei Kindern und Jugendlichen lohnt es sich, besonders
sorgfältig hinzusehen. Denn werden Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und nach
neuesten Erkenntnissen behandelt, können chronische Schmerzen,
Bewegungseinschränkungen oder aufwendige Operationen im Erwachsenenalter vermieden werden. Der Leiter des Operativen Kinderzentrums (OKIZ) an der Regensburger
Hedwigsklinik, Prof. Dr. Dr. Maximilian Stehr, und der Lehrstuhlinhaber und Ärztlicher
Direktor der Regensburger Universitätsorthopädie in Bad Abbach, Prof. Dr. Tobias
Renkawitz, sind sich einig: „Wir sehen täglich, wie entscheidend eine fachlich fundierte
Diagnose und die entsprechend ausgerichtete Therapie für die Entwicklung junger Menschen sein können. Hier werden im wahrsten Wortsinn Weichen für das spätere Leben gestellt.“
An beiden Standorten bestehen seit vielen Jahren ausgewiesene Fachbereiche für
Kinderorthopädie. Seit dem Amtsantritt der beiden neuen Chefärzte ist an beiden Häusern
ein spürbarer Aufschwung zu verzeichnen.
„Moderne Medizin funktioniert heute standortübergreifend. Dabei ergänzen sich die
universitäre Orthopädie in Bad Abbach und das Operative Kinderzentrum an der
Hedwigsklinik optimal. Beide Standorte verfügen über eine bestmögliche Ausstattung für
unterschiedliche Versorgungsschwerpunkte in der Kinderorthopädie“, erläutert Prof.
Renkawitz den Hintergrund der gemeinsamen Initiative.
Umfassendes kinderorthopädisches Versorgungsnetz für Familien in Ostbayern
Dazu haben die Regensburger Hedwigsklinik und das Asklepios Klinikum Bad Abbach Ende September eine zukunftsweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet: Die
Kinderorthopäden beider Häuser werden künftig standortübergreifend in einem
gemeinsamen Muskuloskelettalen Kinderzentrum eng zusammenarbeiten.
Für die Familien bedeutet das konkret: An den beiden Standorten in Regensburg und Bad
Abbach finden kinderorthopädische Sprechstunden statt. Beim Ersttermin wird besprochen, wo die jungen Patientinnen und Patienten am besten weiterbehandelt werden. Damit steht Kindern und Jugendlichen in Ostbayern – und weit darüber hinaus – erstmals in dieser Form ein hoch spezialisiertes kinderorthopädisches Versorgungsnetz zur Verfügung, das von der Diagnose einfacher Auffälligkeiten bis hin zur Behandlung seltener und komplexer Erkrankungen reicht. Breit aufgestellt, hoch spezialisiert und universitär vernetzt
Für die fachliche Leitung konnte mit PD Dr. Oliver Loose ein erfahrener Kinderorthopäde
gewonnen werden. Er kommt vom renommierten Olgahospital Stuttgart, einer der größten
kinderorthopädischen Abteilungen Deutschlands. Von den Vorzügen des neuen Konzepts ist er überzeugt: „Indem wir das Wissen und die Erfahrung unserer Teams an beiden Standorten bündeln, können wir die kinderorthopädische Versorgung weiter verbessern, Familien noch gezielter unterstützen und unsere Expertise in den verschiedenen
Behandlungsschwerpunkten weiter vertiefen. So werden wir künftig noch mehr Kindern und Jugendlichen eine individuell abgestimmte und bestmögliche Behandlung ermöglichen.“ Dies gilt sowohl für den nicht-operativen als auch für den operativen Bereich. Der Kinderorthopäde Loose wird dazu an beiden Standorten tätig sein und die jeweiligen Kompetenzen und Strukturen optimal miteinander verknüpfen – zum Wohle der kleinen Patientinnen und Patienten. Durch die Integration in die KUNO Kinderklinik St. Hedwig ist auch die Behandlung komplexer Fälle mit pädiatrischen Begleiterkrankungen sichergestellt – vom Säugling bis zum Jugendlichen.
Fachübergreifende Zusammenarbeit für ganzheitliche Behandlung
„Bei uns stehen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt! Unser Ziel ist eine Behandlung, die medizinisch sinnvoll und dabei möglichst schonend ist. Als Kinderorthopäde ist es wichtig, immer Wachstum und Entwicklung unserer Patientinnen und Patienten in die Behandlung mit einzubeziehen“, führt Loose aus und betont dabei auch die enge fach- und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit des kinderorthopädischen Teams mit den anderen Abteilungen der KUNO Klinik St. Hedwig.
Die Verantwortlichen dort sind von der Stärke dieser innovativen, stark auf Vernetzung
setzenden Organisationsmodelle überzeugt: Bereits seit Herbst 2025 arbeiten im OKIZ die
Kinder- und Jugendorthopädie, die Kinder- und Jugendchirurgie sowie die Kinder- und
Jugendurologie eng zusammen. Durch die Anbindung an das Medizinische Kinderzentrum
(MEDIKIZ) und seine pädiatrischen Fachabteilungen sowie einer eigenen Klinik für
Kinderanästhesie kann weitere kinder- und jugendmedizinische Expertise einbezogen
werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Netzwerks ist das KUNO-Kindernotfallzentrum: Hier steht rund um die Uhr ein speziell ausgebildetes Team für die akutmedizinische Versorgung bereit. Es gewährleistet nicht nur eine optimale Erstversorgung, sondern auch, dass die Kinder und Jugendlichen bei Bedarf und ohne belastende Verlegungen weiterbehandelt werden können.